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DAS FRAUENZENTRUM2019-05-07T23:17:52+01:00


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Das Frauenzentrum

1979

Die Geschichte des Frauenzentrum Troisdorf begann mit einer Fraueninformationsbörse in Troisdorf. Es entstand eine Frauengruppe von ca. 20 interessierten Frauen, die sich regelmäßig trafen, um sich inhaltlich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auseinanderzusetzen und Ideen für eine Organisationsform zu entwickeln. Ziel dieser Initiative, die sich 1980 als gemeinnütziger Verein »Frauen helfen Frauen e.V. Troisdorf« gründete, war die Errichtung eines autonomen Frauenhauses im Rhein-Sieg-Kreis. Dieser Verein erarbeitete ein Konzept für ein Frauenhaus, das der Öffentlichkeit vorgestellt und für das erstmals 1981 finanzielle Unterstützung bei der Stadt Troisdorf und dem Rhein-Sieg-Kreis beantragt wurde. Parallel dazu wurde der Verein Mitglied im DPWV.
Durch intensiv betriebene Öffentlichkeitsarbeit gewann das Thema »Gewalt gegen Frauen« an Gewicht und immer mehr betroffene Frauen baten um Beratung und Hilfe, welche aufgrund fehlender Räumlichkeiten in Cafés oder an anderen neutralen Orten stattfand. Der Bedarf an Räumen zur Unterbringung von Frauen in Notsituationen war offensichtlich, die Notwendigkeit eines geeigneten Hauses mit entsprechender öffentlicher finanzieller Unterstützung wurde deutlich.
Umso überraschender war der Ablehnungsbescheid durch die Stadt Troisdorf und den Rhein-Sieg-Kreis mit der Begründung, dass »kein Bedarf für ein Frauenhaus« festzustellen sei. Die Vereinsfrauen konnten jedoch aufgrund ihrer Arbeit den Bedarf nachweisen.
Die folgenden Auseinandersetzungen zwischen Kreis und Stadt über die Zuständigkeit endeten 1983 mit dem endgültigen Aus für das autonome Frauenhaus.
Stattdessen richtete der Kreis eine behördlich verwaltete Notwohnung für misshandelte Frauen ein. Damit war die Förderung eines selbstorganisierten und selbstverwalteten Hauses von Frauen für Frauen durch öffentliche Mittel ausgeschlossen. Zurück blieb eine kleine Gruppe engagierter – und vor allen Dingen – eine große Anzahl rat- und hilfesuchender Frauen.

1984

Es begann eine schwierige Zeit der Neuorientierung. Neue Zielsetzung und die Suche nach Möglichkeiten der Weiterarbeit des Vereins führten zur Verabschiedung einer neuen Satzung und Umbenennung.
Der Verein nannte sich von nun an »Frauenzentrum Troisdorf e.V.«
Beratung, Information und Treff von Frauen für Frauen wurden nun in einer angemieteten Wohnung angeboten.
Die Finanzierung war zunächst nur für kurze Zeit durch Spendengelder, Mitgliedsbeiträge und unentgeltliche ehrenamtliche Arbeit. Es begann der beständige Kampf um Zuschüsse durch die Stadt Troisdorf und den Rhein-Sieg-Kreis. Nach und nach gelang es, Zuschüsse zu den Betriebskosten von den Kommunen zu erhalten.

1986

Inzwischen hatten sich die autonomen Frauenberatungsstellen in NRW zu einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG – seit 2003 »Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW«) zusammengeschlossen mit dem Ziel, eine Personalkostenförderung durch das Land zu erhalten. Dies wurde erreicht. Das Frauenzentrum Troisdorf erhält seitdem ca. 85 Prozent Förderung der Personalkosten für
1,5 Fachkraft-Stellen durch das Land.

1993

Die steigende Inanspruchnahme, die Ausweitung des Beratungs- und Veranstaltungsangebots machten es notwendig, nachdem 1985 neue Räume bezogen worden waren, 1993 noch einmal die räumlichen Voraussetzungen durch einen Umzug in zentrale Lage zu verbessern: Hospitalstraße 2.

2009

Wurde eine zusätzliche 0,5 Stelle für Hilfen nach häuslicher Gewalt eingerichtet. Die Finanzierung dieser Stelle läuft über den Rhein-Sieg-Kreis, da der Beratungsbedarf im Laufe der Jahre seit Einführung des Gewaltschutzgesetzes im Jahr 2002 mit dem Personalschlüssel nicht mehr zu leisten war. Es besteht eine enge Kooperation mit der Polizei. Das Frauenzentrum Troisdorf ist die Fachberatungsstelle für den rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und Bornheim und Alfter im linksrheinischen Teil.

2015

Einrichtung einer barrierefreien Zweigstelle in der »Alte Poststraße 18«, unweit der Hauptstelle.
Es war seit Jahren ein großes Anliegen, das Beratungs- und Veranstaltungsangebot allen Frauen und Mädchen zu ermöglichen. Für Mädchen und Frauen mit einer Mobilitätseinschränkung war Beratung und Teilnahme an Veranstaltungen bisher nicht möglich. Mit freundlicher Unterstützung der Kämpgen Stiftung Köln und der Aktion Mensch.

2017

Neues Angebot für Frauen und Mädchen ab 14 Jahre: Psychosoziale Prozessbegleitung durch eine ausgebildete Psychosoziale Prozessbegleiterin.

2017

Einrichtung einer neuen Stelle für Hilfen nach sexualisierter Gewalt durch das Land NRW. Der RSK übernimmt einen Teil der Restpersonalkosten (zunächst bis Dezember 2018).

2017

Einrichtung einer sicheren Chat-Beratung für Mädchen und Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen keine persönliche Beratung in Anspruch nehmen können. Mit freundlicher Unterstützung durch das Bonner Spendenparlament