Häusliche Gewalt wird von Erwachsenen, die in nahen Beziehungen zueinander stehen oder gestanden haben, ausgeübt. Es ist in der Regel kein einmaliges, außergewöhnliches Ereignis und kein Streit.

Häusliche Gewalt bezeichnet Handlungen und Verhaltensweisen, die darauf abzielen, Macht und Kontrolle über die Partnerin zu gewinnen.

Die so genannte Gewaltspirale beginnt meist schleichend mit verbalen Erniedrigungen und kann bis hin zu Tötungsdelikten eskalieren.

Häusliche Gewalt wird fast ausschließlich von Männern an Frauen verübt in Form von: Bedrohung, Beschimpfung, Demütigung, körperlicher Misshandlung, sexueller Nötigung, Vergewaltigung, Kontrolle über finanzielle Mittel und soziale Kontakte, Verfolgung. Von den Tätern werden meist mehrere Formen eingesetzt, die das Rad der Gewalt zeigt.

Häusliche Gewalt zwingt die betroffenen Frauen zu einem Leben in ständiger Angst vor dem nächsten unkalkulierbaren Gewaltausbruch. Sie zerstört das Selbstbewusstsein und beeinträchtigt die Handlungsfähigkeit. Auch Töchter und Söhne leiden unter den Folgen miterlebter und direkter Gewalt.


Quelle: GESINE-Netzwerk Gesundheit/ Modellprojekt MIGG